Am 18.10.1854 besiedelten die im Jahr 1841 aus Wettingen (Schweiz) vertriebenen Zisterziensermönche die Mehrerau

Der Konvent um Abt Leopold Höchle (42. und letzter Abt von Wettingen) bestand zu dieser Zeit aus sieben Priestern und drei Laienbrüdern. Mit einem Festgottesdienst am 18. Oktober 1854 feierten die Mönche die Fortsetzung ihres klösterlichen Lebens in Bregenz. Der Generalvikar Bischof Georg von Prünster, zelebrierte mit den Ordenspriestern und vielen Geistlichen aus dem Umland das Pontifikalamt und der Domdekan von St. Gallen, Carl Greith, hielt die Festpredigt. Da zu dieser Zeit keine Klosterkirche vorhanden war, wurde die notdürftig eingerichtete Barockbibliothek zu einer Kapelle umfunktioniert. Dieser Raum erwies als viel zu klein, denn neben den Vertretern des öffentlichen Lebens hatten sich auch viele Gläubige aus der Umgebung zur Mitfeier des festlichen Gottesdienstes eingefunden. Sie durften eine erfreuliche Zeremonie miterleben, nämlich die Einkleidung des ersten Novizen, des Pfarrers Laurenz Hochstrasser der den hoffnungsvollen Ordensnamen Bernhard erhielt. Er war nach langen 26 Jahren der erste Priesterkandidat der Gemeinschaft. Bereits am 15. November 1854 erlässt Abt Leopold Höchle die „Constitutio Capitularis“, welche die klösterliche Ordnung in der Mehrerau regelt. Im gleichem Monat wird auch die „Private Lehr-und Erziehungsanstalt der Zisterzienser in der Mehrerau“ eröffnet.