Firmung 2026 - Kloster Mehrerau

Firmung 2026:

„Mein Leben! Mein Glaube! Meine Entscheidung!“

„Mein Leben! Mein Glaube! Meine Entscheidung!“

 

Ein starkes Zeichen des Glaubens und der Gemeinschaft: Am 03. Juli feierten unsere Jugendlichen in der feierlichen Atmosphäre der Klosterkirche ihren großen Festgottesdienst. Unter dem kraftvollen und lebensnahen Motto „Mein Leben! Mein Glaube! Meine Entscheidung!“ spendete Abt Vinzenz den Jugendlichen das Sakrament der Firmung.

Das Sakrament der Firmung ist heute weit mehr als eine reine Tradition oder ein ritueller Übergang ins Erwachsenenalter. In einer Welt, die immer komplexer, schneller und digitaler wird, bietet die Firmung Jugendlichen einen Moment des Innehaltens. Sie ist die Zusage: „Du bist gut so, wie du bist, und du gehst deinen Weg nicht allein.“ Der Empfang des Heiligen Geistes ist eine Stärkung für die Herausforderungen des Lebens. Das diesjährige Motto spiegelte genau diese Dynamik wider:

Beim ersten Teil des Mottos, „Mein Leben!“, ging es bewusst um die Realität der Jugendlichen, um ihre Träume, ihre Ängste, ihre Erfolge und ihre Zweifel. Kirche und Glaube sind nicht abgehoben, sondern können mitten im Alltag stattfinden – in der Schule, im Freundeskreis, in der Familie. Mit der Firmung haben die Jugendlichen gefeiert, dass Gott in ihrem ganz individuellen Leben einen Platz hat und sie auf all ihren Wegen begleitet.

Der zweite Baustein, „Mein Glaube!“, verdeutlicht, dass sich Glaube nicht vererben oder einfach vorschreiben lässt, sondern etwas zutiefst Persönliches ist. Die Firmlinge haben sich in den vergangenen Monaten der Vorbereitung intensiv mit Fragen auseinandergesetzt wie: Woran glaube ich eigentlich und wo ist Gott, wenn es mal schwierig wird? Bei der Firmung ging es nicht um ein fehlerfreies theologisches Wissen, sondern um das Vertrauen, dass es eine Kraft gibt, die größer ist als wir selbst.

Schließlich steht „Meine Entscheidung!“ für das vielleicht wichtigste Wort des diesjährigen Mottos. Im Säuglingsalter haben meist die Eltern und Paten stellvertretend das Ja zum Glauben gesprochen. Mit der Firmung haben die Jugendlichen nun selbst das Steuer übernommen. Es war ihre bewusste Entscheidung, Ja zu diesem Weg, Ja zur Gemeinschaft der Kirche und Ja zu ihren eigenen Talenten zu sagen – ein mutiger Schritt in einer Zeit, in der man sich oft nur ungern festlegt.

Ein intensiver Weg der Vorbereitung

Hinter den Jugendlichen liegt ein langer und bewusster Weg, denn bereits seit November 2025 haben sich die Firmlinge intensiv auf den Empfang des Sakramentes vorbereitet. In regelmäßigen Abständen von 14 Tagen kamen zwei Gruppen zusammen, um verschiedene Lebens- und Glaubensthemen miteinander zu besprechen, zu hinterfragen und ganz praktisch zu erarbeiten. Es war eine abwechslungsreiche und dichte Vorbereitungszeit, die allen Beteiligten den nötigen Raum und genug Zeit gab, um innerlich zu reifen und schließlich ganz bewusst das eigene „Ja“ zur Firmung zu sagen.

Ein besonderer Höhepunkt auf dieser Zielgerade fand kurz nach Pfingsten statt: Im Rahmen eines Schulgottesdienstes präsentierten sich die Jugendlichen vor der gesamten Schulgemeinschaft als Firmlinge. In diesem würdevollen Rahmen wurden sie von Abt Vinzenz für die letzte verbleibende Wegstrecke bis zur eigentlichen Firmung gesegnet und somit noch einmal ganz besonders gestärkt. Zwei weitere Meilensteine rundeten diese intensive Zeit ab. Zum einen durfte als geistlicher Höhepunkt eine gemeinsame Wallfahrt nicht fehlen, die kurz vor der Firmung unternommen wurde – eine wertvolle Zeit der Gemeinschaft und des gemeinsamen Unterwegsseins. Zum anderen setzten die Jugendlichen vor dem großen Fest ein starkes Zeichen des Neubeginns, indem sie das Sakrament der Versöhnung empfingen.

Ein solch intensiver Weg und ein so schönes Fest gelingen nur im Team. Ein herzliches Dankeschön gilt allen, die sich in den vergangenen Monaten so engagiert in die Vorbereitung eingebracht und zu der lebendigen Gestaltung des Festgottesdienstes beigetragen haben.

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