Klosterkirche - Kloster Mehrerau

Die Klosterkirche

Das geistliche Zentrum jeder Abtei ist ihre Kirche. Die Klosterkirche von Mehrerau überrascht Besuchende durch eine zisterziensische Nüchternheit, deren erhabene Schlichtheit unmittelbar zum Gebet und zum Innehalten einlädt.

 

Architektur und Kunstgeschichte

 

Bereits beim Betreten empfängt den Besucher die monumentale Portalplastik des Bregenzerwälder Bildhauers Herbert Albrecht (1927–2021). Das 1962 geschaffene Kunstwerk aus Betonguss visualisiert die Vision der apokalyptischen Frau aus der Offenbarung des Johannes (Kapitel 12).

 

Die Baugeschichte des Ortes ist bewegt:

 

Romanik & Barock: Die heutige Kirche ruht auf den Fundamenten einer 1125 geweihten romanischen Basilika. Diese wurde später barockisiert und 1730 unter der Leitung des Baumeisters Franz Anton Beer vollendet.

 

Zerstörung & Neuanfang: Nach der Aufhebung des ursprünglichen Benediktinerklosters wurde die Barockkirche 1808 abgerissen. Erst mit der Ankunft der Wettinger Zisterzienser entstand zwischen 1856 und 1859 eine neuromanische Kirche, die in den Jahren 1961 bis 1964 ihre heutige, moderne Gestalt erhielt.

 

Bewahrung für die Zukunft

 

Die Sanierung 2024/2025: „Prüft alles und behaltet das Gute“

Nach einer intensiven, einjährigen Renovierungsphase wurde die Abteikirche am 21. März 2025 feierlich wiedereröffnet. 

 

Zu den wichtigsten Maßnahmen gehörten:

 

Restaurierung der Kunstwerke: Die markante Portalplastik von Herbert Albrecht sowie die Innen- und Außenwände wurden umfassend gereinigt und instand gesetzt.

 

Technische Erneuerung: Die Kirche erhielt eine zeitgemäße, barrierefreie Akustikanlage, ein energiesparendes Lichtsystem sowie eine neue Bankheizung.

 

Neue Räume der Begegnung: Aus den ehemaligen Seitenkapellen entstanden moderne Beichtzimmer und eine neue Reliquienkapelle. Zudem verbindet nun eine neue „Brücke“ über dem Kreuzgang den West- und Ostflügel der Abtei.

 

Barrierefreiheit: Das historische Chorgestühl wurde so angepasst, dass es nun auch für Rollstuhlfahrer zugänglich ist.

 

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Verbindung
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Mehrerauer Gnadenmutter

Ein von den Mönchen und dem Volk hochverehrtes Bindeglied mit der alten Benediktiner-Mehrerau ist das um 1500 geschaffene Bild der Gnadenmutter Maria.

Die Statue gelangte nach der Auflassung des Klosters 1806 in Privatbesitz, wurde jedoch 1854 den Zisterziensern, den neuen Klosterbewohnern, zurückgegeben. Heute steht sie auf einem neugotischen Altaraufbau in der neuen Kirche, genauer gesagt in der Gnadenkapelle unter der Orgelempore und zwischen den Seitenportalen.

Die Gnadenmutter von Mehrerau ist Ziel vieler Menschen, die Maria im Gebet ihre großen und kleinen Sorgen und Anliegen anvertrauen. Von Montag bis Samstag feiern wir hier am Nachmittag eine Heilige Messe und täglich wird hier der Rosenkranz gebetet. 

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