Natur erhält 7.741 m² Grünfläche zurück!

Bregenz, 23.11.2017: Sämtliche Stellungnahmen der Amtsgutachter positiv, Naturschutzanwaltschaft stimmt dem Projekt zu!

Die Abtei Mehrerau hat keinen wie immer gearteten Bauantrag an die Stadt Bregenz gestellt, weil wir den behördlich und gesetzlich vorgeschriebenen Weg gehen und die entsprechenden Anträge bei der Bezirkshauptmannschaft eingebracht haben; ein vom Gesetzgeber so vorgesehener Vorgang. § 1 (1) lit. g) und lit. i) Vorarlberger Baugesetz sprechen hierzu eine eindeutige Sprache. Die Zuständigkeit für unseren Antrag liegt demgemäß bei der Bezirkshauptmannschaft; die Stadt hätte - ein ordentliches Verfahren vorausgesetzt - auf ihre Unzuständigkeit erkennen und dies auch der Abtei gegenüber kommunizieren müssen.

Der geplante Standort des Parkplatzes trägt die Flächenwidmung "Klösterliche Betriebe", errichtet wird nun der Betrieb eines bewirtschafteten Parkplatzes. Die Abtei ist im Besitz des hierfür nötigen Gewerbescheins. Der Bürgermeister der Stadt Bregenz wurde selbstverständlich vorab von Abt Anselm van der Linde persönlich über das Vorhaben in Kenntnis gesetzt! Völliges Unverständnis für die Empörung der Stadt haben wir im Hinbick auf die geplante "Entsiegelungsfläche" von über 7.700m², da der neu zu errichtende Parkplatz auf bereits versiegelter Fläche (derzeit stehen dort Gebäude) entstehen soll und durch die Zusammenlegung bislang bestehender Parkplätze an einem zentralen Ort über 7.700 m² Grünflächen ZURÜCKGEWONNEN werden. Es werden also keine neuen Grünflächen versiegelt und die Anzahl der Parkplätze bleibt gleich! Anderslautende Äußerungen der Stadt sind falsch und werden entschieden zurückgewiesen!

Hinweisen möchten wir auch darauf, dass es keinen "Verhandlungstisch" gegeben hat, den die Abtei verlassen konnte.  Nachdem die Zuständigkeit für unseren Antrag bei der Bezirkshauptmannschaft liegt, stand eine Einigung mit der Stadt Bregenz nicht zur Debatte. Es gab informelle Gespräche mit MitarbeiterInnen der Fachabteilungen der Stadt Bregenz. Deren Anregungen wurden angenommen und fanden Eingang in Planung und mehrere Gutachten der beauftragten Experten.

Am 23. Nov. 2017 fand die mündliche Verhandlung zum BH-Verfahren an Ort und Stelle statt. Sämtliche Amtsgutachter, Umweltschutz, Naturschutzanwaltschaft, Gewerbe und Technik, Wasserrecht uvam. haben eine positive Stellungnahme abgegeben und die Qualität des Antrages unterstrichen. Seitens der Abtei dürfen wir die professionelle, sachliche und sehr objektive Bearbeitung durch die Bezirkshauptmannschaft Bregenz und sämtlicher Amtssachverständiger hervorheben!

Dir. Dipl.-BW Hansjörg Herbst MBA, Finanz- und Verwaltungsdirektor


Das Expertenteam:
Landschaftsarchitektur: Markus Cukrowicz, CH-Winterthur
Umweltgesamtbericht: Markus Grabher, Umweltbüro Grabher, Bregenz
Wasserrecht und Entwässerung: DI Haimo Rudhardt, Büro Rudhardt+Gasser, Bregenz
Verkehrsplanung: DI Martin Besch, Verkehrsbüro Besch, Feldkirch
Beleuchtung: Ing. Daniel Brugger, Ingenieurbüro Brugger, Thüringen
Recht: RA Dr. Andreas Fritsch, Kanzlei Vetter-Fritsch, Rechtsanwälte, Lustenau

Rückfragen: H. Schiffl

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