Josefs-Monat März

Vor 150 Jahren wurde der Heilige Josef von Papst Pius IX zum Schutzpatron der ganzen Kirche erhoben. Aus diesem Anlass hat Papst Franziskus  dieses Jahr in besonderer Weise dem Heiligen Josef gewidmet.

Er wird oft relativ wenig beachtet, zumal er in der Hl. Schrift nicht der Mann der großen Worte, sondern eher der Hörende und entschlossen Handelnde war: der auf seine Träume hörte, in denen er Gottes Weisungen erkennt, und der bereit war, Maria als Frau zu nehmen, obwohl Sie ihren Sohn – Jesus – vom Heiligen Geist empfangen hatte.

Was hat gerade uns der Heilige Josef zu sagen? Er ist zunächst einmal einer, der nicht auf andere hört, sondern in allem versucht, dem Willen Gottes zu entsprechen. Auch in schier ausweglosen Situationen verliert er nicht die Fassung – wenn man sich als Mann vorstellt, man müsste mit einer hochschwangeren Frau kurz vor der Geburt umherirren und wildfremde Menschen anflehen, wenigstens eine Unterkunft zu gewähren, da würde man wohl leicht die Fassung verlieren…

Ähnlich besonnen reagiert er auf den Traum, als ihm ein Engel ankündigt, Herodes würde alle Neugeborenen umbringen lassen und er solle fliehen – ohne Zweifel flieht er mit Maria nach Ägypten im Vertrauen darauf, dass ihm Gott bei dieser schwierigen Flucht beistehen wird.

Menschen wie Josef sind vielleicht das, was man „die Helden des Alltags“ nennt. Hören wir die Worte von Papst Franziskus in seinem apostolischen Schreiben:

„In dieser Krise konnten wir erleben, dass „unser Leben von gewöhnlichen Menschen gestaltet und erhalten wird, die weder in den Schlagzeilen der Zeitschriften stehen, aber heute zweifellos eine bedeutende Seite unsrer Geschichte schreiben: Ärzte, Krankenschwestern und Pfleger, Supermarktangestellte, Reinigungspersonal, Betreuungskräfte, Transporteure, Ordnungskräfte, ehrenamtliche Helfer, Priester, Ordensleute und viele, ja viele andere, die verstanden haben, dass niemand sich allein rettet…….

Großväter und Großmütter, Väter, Mütter und Lehrer/innen, Beter/innen  und viele andere können in Josef, diesem unauffälligen Mann, diesem Menschen der täglichen, diskreten und verborgenen Gegenwart, einen Fürsprecher, Helfer und Führer in schwierigen Zeiten finden.

Der heilige Josef erinnert uns daran, dass all jene, die scheinbar im Verborgenen oder in der „zweiten Reihe“ stehen, in der Heilsgeschichte eine unvergleichliche Hauptrolle spielen. Ihnen allen gebührt Dank und Anerkennung.“

Der März ist für die Kirche der sogenannte „Josefsmonat“, vielleicht kann man das als Anregung dafür nehmen, den Hl. Josef um seine Fürsprache für jene zu bitten, die in dieser Zeit besonders gefordert sind.