Generalabt emer. Maurus Esteva Alsina - verstorben!

Zum Gedenken an Maurus Esteva Alsina

Am 14. November 2014 verstarb im Kloster Poblet, Catalanien,
der ehemalige Generalabt des Zisterzienserordens (1995 – 2010)

Maurus Esteva Alsina,

im 81. Alters-, 55. Profess- und 47. Jahr seiner Priesterweihe

Daniel Esteva y Alsina wurde am 10. Juli 1933 in Gironella (Berguedá) geboren. 1958 trat er in Poblet als Novize ein, ein Jahr darauf  legte er die erste Profess ab und erhielt den Namen Maurus. 1967 wurde er zum Priester geweiht. Drei Jahre später wurde er zum Abt von Poblet gewählt. In seiner Amtszeit (1970 – 1998) vollendete er die Restaurationsarbeiten des Klosters und stabilisierte die klösterliche Gemeinschaft in den Jahren nach dem II. Vatikanischen Konzil, dessen Anregungen er mit Entschiedenheit sehr konkret umsetzte, indem er die Liturgie reformierte und das Chorgebet auf  Katalanisch einführte. So war es kennzeichnend für ihn, dass er dem Künstler Josep M. Subirachs den Auftrag erteilte, einen Ambo für das Presbyterium der Abteikirche anzufertigen (1985) mit folgender Inschrift : «Proclamem la Paraula de Déu en la nostra parla» („Verkündet das Wort Gottes in unserer Sprache“). 

Aus dieser Zeit ist noch seine Freundschaft mit Josep Pla und mit dem Präsidenten Josep Tarradellas zu erwähnen, mit dem er zeichenhaft die Klosterrenovierung abschloss, indem er das Kuppelgewölbe der Sakristei restaurierte. Dank dieser Freundschaft vermachte der Präsident dem Kloster sein persönliches Archiv.

In der Ordensleitung arbeitete er zusammen mit Generalabt Polykarp Zakar, dem er 1985 als Generalabt nachfolgte. In diesem Amt besuchte Abt Maurus Esteva, angetrieben von einer brüderlichen Sorge, die Klöster und bemühte sich sehr, die grundlegenden Elemente der zisterziensischen Identität wiederzuentdecken und zu würdigen: Die Benediktusregel, das Gebet und das brüderliche Leben. Er verwandelte das Generalat des Ordens in Rom zu einem Ort der Begegnung und der Gemeinschaft für alle Mönche und Nonnen, vor allem für die Studenten. Dort fing er mit den jährlichen Kursen für monastische Ausbildung an, die schon eine feste Einrichtung geworden sind, offen für alle Mönche und Nonnen, besonders die jungen im Orden.

Als er 2010 seine Amtszeit als Generalabt beendete, kehrte er in sein Kloster Poblet zurück, wo er am 14. November nach langer Krankheit starb, am Allerseelentag des Ordens, an dem wir aller Verstorbenen gedenken, die Gott unter der Regel des Hl. Benedikt gedient haben.

Er verzweifelte nie an Gottes Barmherzigkeit (RB 4, 74). Er möge ruhen in Frieden!