Feier von Umkehr und Versöhnung

Bußgottesdienst mit anschl. Beichtgelegenheit

Dienstag, 30.03.21 um 18.45 Uhr in unserer Klosterkirche (die Beichtgelegenheiten finden in unseren Sprechzimmern statt)

Es gelten die staatlichen und kirchlichen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus.

Schuld als menschliche Grunderfahrung

Zu den Grunderfahrungen im Leben jedes Menschen gehört das „Schuldig- werden“ vor sich selbst, vor den Mitmenschen und vor Gott, ob absichtlich oder unabsichtlich, ob objektiv beurteilt oder subjektiv empfunden. Dieses „Schuldig-werden“ stellt immer auch eine Verfehlung, Störung und Behinderung des eigenen wie des gemeinschaftlichen Lebens dar.Der erste Schritt zu Umkehr, Verzeihung und Vergebung ist die Wahrnehmung des eigenen Fehlverhaltens. Das Negieren und Verschweigen von Schuld führt zu Lähmung und verhindert neues Leben. Treffend formuliert der Psalmist: „Wohl dem Menschen, dem der Herr die Schuld nicht zur Last legt und dessen Herz keine Falschheit kennt. Solang ich es verschwieg, waren meine Glieder matt, den ganzen Tag musste ich stöhnen. Denn deine Hand lag schwer auf mir bei Tag und bei Nacht; meine Lebenskraft war verdorrt wie durch die Glut des Sommers“ (Ps 32,2–4).Erst das persönliche Annehmen und Aussprechen von Schuld und Versagen anderen und Gott gegenüber eröffnet einen Weg zu neuem Leben. Nochmals der Psalmist: „Da bekannte ich dir meine Sünde und verbarg nicht länger meine Schuld vor dir. Ich sagte: Ich will dem Herrn meine Frevel bekennen. Und du hast mir die Schuld vergeben“ (Psalm 32,5). Mit der gewährten Vergebung wird neues Leben geschenkt.

Die Feier von Umkehr und Versöhnung

Gemeinschaftliche Versöhnungsfeiern sind Orte, an denen Christinnen und Christen sich ihrem „Schuldig-Sein” stellen, solidarisch vor Gott stehen und füreinander und miteinander beten („einer trage des anderen Last“) und um Versöhnung bitten.