Landwirtschaft im Kloster Mehrerau

Die Erschließung und Urbarmachung Europas sind zu großen Teilen der Verdienst der alten Orden. Doch nicht nur ihrer eigenen Hände Arbeit hat die Besiedlung und Bebauung einstiger Urwälder ermöglicht. Als Lehrer gaben sie vielen Bauern ihr Wissen weiter und sicherten so die Agrarproduktion und Versorgung ganzer Landstriche. Die Klostergemeinschaft der Abtei Wettingen-Mehrerau hat am 10. Februar 2017 beschlossen, einen Teil der landwirtschaftlichen Flächen auf fünf Jahre zu verpachten.

Norbert Sieber aus Bregenz ist Pächter der klösterlichen Landwirtschaft

Abt Anselm und die Klostergemeinschaft freuen sich, mit Norbert Sieber einen erfahrenen Vorarlberger Landwirt gefunden zu haben. Eine wichtige Voraussetzung für die Entscheidung der Klostergemeinschaft war der Umstand, dass Norbert Sieber ein klares Bekenntnis zur Bio-Landwirtschaft abgegeben hat. Sieber wird die gepachteten Flächen - im Rahmen des befristeten Pachtvertrages - als Weideflächen für Jung- und Mastvieh sowie zur Grünfuttergewinnung nutzen. Norbert Sieber betreibt auf der Fluh in Bregenz mit seiner Familie bereits seit Generationen einen landwirtschaftlichen Betrieb. Er produziert neben Biomilch auch Biofleisch und trägt damit bei, den Vorarlberger Bedarf an Bioprodukten zu decken. Nachhaltigkeit sowie eine offene und ehrliche Kommunikation sind der Familie Sieber wie auch der Leitung der Abtei sehr wichtig. Die Familie Sieber richtet ihren Betrieb weitestgehend nach der sogenannten "Ökolandstrategie des Landes Vorarlberg" aus. Nachdem lediglich landwirtschaftliche Flächen verpachtet werden und nicht der gesamte Betrieb, ist eine Nutzung der bestehenden Gebäude durch den Pächter nicht vorgesehen.