mit Michael Wersin als Workshopleiter unter gesanglicher Mitwirkung der Mehrerauer Mönche

Bericht der Diözese

Der Mönchschor des Klosters Mehrerau und die Schola jener Frauen und Männer, die am fünften Gregorianik-Workshop der Diözese Feldkirch teilnahmen, feierten am vergangenen Samstagabend gemeinsam den Vespergottesdienst in der Klosterkirche Mehrerau. Diese Vesper bildete den krönenden Abschluss eines kirchenmusikalischen Fortbildungsseminars im Kloster Mehrerau, welches der aktiven Auseinandersetzung mit der Gregorianik gewidmet war.

Bereits zum fünften Mal versammelten sich Kirchenmusiker aus dem In- und Ausland, um sich unter der fachkundigen Anleitung durch Dozent Michael Wersin an zwei Tagen auf das spannende Thema „Gregorianischer Choral“ einzulassen. Behutsames Bekanntmachen mit den Neumen, das Lesen verschiedener Choralnotationen und das Singen der gregorianischen Gesänge in unterschiedlichen Kirchentonarten waren die Schwerpunkte des Workshops.

Workshopleiter Wersin verstand es, immer wieder interessante Querbezüge zur Musikgeschichte, zur Musiktheorie und zur Aufführungspraxis herzustellen. Wersin gab viele praktische Anregungen für Chorleiter, worauf beim Einsingen mit einem Chor zu achten ist, vermittelte gut verständliche Anleitungen zum gesunden Atmen und sensibilisierte die Workshop-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer für einen bewussten Umgang mit der Sprache beim Singen. Antiphonen und mehr in der Mehrerau Damit die gemeinsame Gestaltung der Tagzeitenliturgie durch Mönchschor und Workshopchor gelingen konnte, bedurfte es vorausschauender Planung und präziser Absprache zwischen Frater Amandus, Pater Christoph und Workshopleiter Michael Wersin.

Dem Workshopchor wurde die Aufgabe zuteil, jeweils die Antiphon zu den Psalmen und zum Magnificat zu singen, der Chor der Mehrerauer Mönche sang dazu die Psalmen 144/II – 147. Eine besondere Herausforderung für die Workshopteilnehmer war das Singen des Responsoriums nach Quadratnotation. Den ambrosianischen Hymnus "Vexilla regis prodeunt“ sangen Mönchschor und Workshopchor abwechselnd.

Sie singen, was sie glauben Den Rahmen des gemeinsam gefeierten Abendgottesdienstes erweiterten die Mönche, indem sie in einer Prozession singend in die Gnadenkapelle zogen und dort diesen Abendgottesdienst mit der lauretanischen Litanei abschlossen. Die Kursteilnehmer nutzten während des Workshops auch die Gelegenheit, auch anderen Gottesdiensten beizuwohnen, wie sie von den Mönchen im Alltag gefeiert werden – schließlich handelt es sich bei dieser Mönchsgemeinschaft um ausgewiesene Profis im Umgang mit dem Gregorianischen Choral.