Leben und beten in der klösterlichen Gemeinschaft

Klosterleben bei den Zisterziensern heißt Gemeinschaft. Denn auch wir Mönche sind Suchende in einer Weggemeinschaft. Und jede Gemeinschaft lebt vom Einsatz des Einzelnen und gewährt ihrerseits notwendige Stütze und Hilfe. Ein Kloster ist nicht das Gebäude an sich,
sondern die Menschen, also die Mönche, 
welche sich hier zu dieser besonderen Lebensform zusammengeschlossen haben. Mitleben und Mitarbeiten ist das Fundament, auf dem eine klösterliche Gemeinschaft steht – und mit dem sie fällt.

Wir Zisterzienser leben in Gemeinschaft – 
um in unserem Leben dem Gebet einen festen Platz einzuräumen. Auf diesem Weg stärken wir uns gegenseitig mit dem Glauben an Gott und bereiten uns auf die Aufgaben vor, die Gott uns in und durch die Gemeinschaft zuweist.

Individualität in der Gemeinschaft

Gemeinschaft ist für uns Zisterzienser jedoch keine Gleichmacherei. Da jeder Mönch sich auf seine eigene Weise für die klösterliche Gemeinschaft und ihre Ziele einsetzt, gibt es heute wesentlich mehr Freiräume für individuelle Bedürfnisse wie Sport und Hobbys als in früheren Zeiten. Auch Mönche müssen atmen können, um ihren oft schweren Dienst in Kirche und Welt freudig leisten zu können.