Chorgebet

Das Chorgebet der monastischen Orden ist eine gewachsene Form des Gotteslobes, das sich von den biblischen Worten nährt, „betet ohne Unterlass“ (1 Tess 5,17) und dem Psalmwort, „Sieben mal am Tag singe ich dein Lob“ und „Nachts stehe ich auf um dich zu preisen." (PS 119, 62. 164)

Die Tagzeitenliturgie bildet sich bereits in der frühen christlichen Kirche heraus. In ihr schwingt dieses Ideal des ununterbrochenen Gebets weiter. Da die Praxis des ununterbrochenen Gebets, wie es im Wüstenmönchtum gepflegt wurde, schon bei Benedikt in die Tagzeitenliturgie einmündete, wird dieser Gedanke im Ideal fassbar gemacht: "Dem Gottesdienst soll nichts vorgezogen werden". Gebet, Arbeit und Lesung der Heiligen Schrift sind die Eckpfeiler des mönchischen Lebens. Vor dieser Grundlage ist es immer wieder eine Herausforderung an die Gemeinschaften den Tagesablauf so zu gestalten, dass alle Säulen des gemeinschaftlichen Lebens tragend bleiben und keine zu kurz kommt.